Haldenabdeckungsverfahren

BODEN
GUTMACHEN

WIR KÖNNEN

Abdeckungs­verfahren:
Fachgerecht und schadlos

In der Vergangenheit hat die K+S-Gruppe Halden nicht nur gemäß dem Stand der Technik abgedeckt, sondern eigene Verfahren darüber hinaus entwickelt und bestehende Verfahren verbessert. Diese Entwicklung wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten, Gutachtern und Spezialisten durchgeführt. Dabei sind verschiedene Abdeckverfahren entstanden, die den jeweiligen lokalen Gegebenheiten der einzelnen Haldenstandorte Rechnung tragen. Die wichtigsten Verfahren sind hier:

So funktioniert die Halden­abdeckung

Bei der Abdeckung werden Baustoff und Boden in mehreren Schichten auf die Halde aufgebracht. Im Rahmen einer Genehmigung wird festgelegt, welches Material in welchem Verfahren auf welcher Halde verbaut werden darf. Dieses Vorgehen entspricht den strengen deutschen Umweltgesetzen und wird behördlich überwacht. Durch den Einbau abdichtender Schichten sorgen wir dafür, dass die Halden hinsichtlich der Versickerung von Salzwasser technisch dicht sind. Auch für die Fassung und geordnete Entsorgung der Haldenwässer, die durch Regen entstehen, treffen wir besondere Vorsorge. Sie werden über Drainagen und Ringgräben aufgefangen und im Rahmen wasserrechtlicher Erlaubnisse entsorgt. Ganz zum Schluss bepflanzen wir die oberste Schicht der Abdeckung dauerhaft – und schaffen neuen Lebensraum.

Unsere Verfahren zur Halden­abdeckung

Abdeckung mit Boden und Bauschutt
Haldenbegrünungen sparen Wasser ein

Verdunstungs­leistung des Niederschlags

80%

Je nach Dichtungskonzept bis ca. 100% Verringerung

Dickschichtverfahren

Die Abdeckung erfolgt mit Boden und Bauschutt und wird anschließend begrünt.

Technische Beschreibung

Herkömmliches Abdeckverfahren; Boden/Bauschutt wird in Bermenbauweise als Abdeckmaterial genutzt und anschließend begrünt; dazu muss der Böschungswinkel stark abgeflacht werden.

Voraussetzung

Ausreichend Vorland, hohe Materialverfügbarkeit. Umsetzung deshalb bisher nur an kleinen und mittelgroßen Halden. Weiterentwicklung (verbesserte Dichtung) des Systems für die Halde Niedersachsen.

Besonderheit

Im neuen System (Halde Niedersachsen) wird die Restfiltration von der Abdeckung in den Salzkörper auf ein Minimum reduziert.

Beispiel: Friedrichshall, Niedersachsen

Infiltrations­hemmschicht (IHS)

Durch Zugabe unlöslicher Bestandteile zum Haldenrückstand wird eine verdunstungsstarke Schicht an der Oberfläche gebildet.

Technische Beschreibung

In einer letzten Schüttung wird Rückstand mit Additiv aufgebracht, im Laufe der natürlichen Ablaugung entsteht eine verdunstungsstarke Schicht.

Voraussetzung

Laufender Betrieb bzw. ausreichend Rückstand, der aufgebracht werden kann. Umsetzung bisher durch eine Pilothalde und eine Versuchsschüttung in Zielitz.

Besonderheit

Geringer Materialbedarf, Schüttmächtigkeit mindestens 10 m.

IHS-Versuchsschüttung an der Halde Zielitz

Beispiel: Pilothalde Zielitz, Sachsen-Anhalt

Infiltrationshemmschicht (IHS)
Haldenbegrünungen sparen Wasser ein

Verdunstungs­leistung des Niederschlags

50%
Dünnschichtabdeckung (DSA)
Haldenbegrünungen sparen Wasser ein

Verdunstungs­leistung des Niederschlags

80%

Dünnschicht­abdeckung (DSA)

Durch die hangparallele Aufbringung von Material mit anschließender Begrünung eignet sich dieses Verfahren besonders für Großhalden.

Technische Beschreibung

Eine möglichst hangparallele Abdeckschicht wird im Schüttverfahren auf die Halde gebracht und anschließend begrünt. Das Abdeckmaterial muss konditioniert werden, um den notwendigen Böschungswinkel zu generieren.

Voraussetzung

Technisch geeignetes, genehmigungsfähiges Material. Regelbetrieb in Sigmundshall, Weiterentwicklung des Systems derzeit an der Werr.

Besonderheit

Hohe Verdunstungsleistung bei relativ geringem Materialbedarf, Schüttmächtigkeit mindestens 5 m.

Beispiel: Regelbetrieb Sigmundshall, Niedersachsen

Hohe Umweltstandards, die im Rahmen der jeweiligen Genehmigungsverfahren festgeschrieben werden, sind maßgeblich für die Umsetzung aller Abdeckvorhaben. REKS begleitet die laufenden, aber auch die geplanten Verfahren der K+S aktiv und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Maßnahmen zur Haldenabdeckung.

Herkunft des Abdeckmaterials

Wir verfolgen das Ziel für alle Abdeckungen geeignete Baumaterialien zu nutzen, um natürliche Ressourcen zu schonen. So lassen sich z. B. Abrissmaterial und Bodenaushub von Baumaßnahmen verwerten. Aber auch der Einsatz von Restmaterialien aus der Natursteinindustrie oder Reststoffe aus der Energieerzeugung sind mögliche Abdeckmaterialien. Welche Stoffe wir im Einzelfall einsetzen können, wird im Rahmen der Genehmigung genau festgelegt. Hier werden außerdem Grenzwerte für die Spurenbestandteile im Abdeckmaterial sowie Überwachungsmaßnahmen festgelegt, sodass eine fachgerechte, schadlose Verwertung erfolgt.

Diese Materialien eignen sich für die Verwertung

Für die Abdeckung von Halden bereiten wir Ihre nicht gefährlichen Abfälle der Einbauklassen Z0 bis Z2 auf. Zu den typischen Materialien, die wir nutzen, zählen:

  • Bauschutt
  • Bodenaushub
  • Feste Abfälle aus der Sanierung von Böden
  • Asphalt
  • Gleisschotter

Interessant zu wissen

Bereits seit Anfang der 80er Jahre forscht K+S im Bereich der Haldenabdeckung. Dabei wurden immer wieder innovative Ideen wie z. B. der Einsatz von Torkret und neuartige Kunststoffdichtungsbahnen entwickelt.

Bei der Erforschung von Haldenabdeckungen stehen das Materialverhalten und der Chemismus im Vordergrund. Unsere Untersuchungen schließen verschiedene Labor- und Gewächshausversuche sowie Probefelder an der Halde ein. Dabei wird z. B. das Verhalten des Materials auf der Flanke, aber auch die Wechselwirkung zum Niederschlag untersucht.

„Sie möchten mehr über die genutzten Abdeckmaterialien oder unsere Verfahren wissen? Wir stehen gerne für eine Beratung zur Verfügung.“

Dr. Arne Schmeisky | Mitarbeiter Projektentwicklung Haldenabdeckung

Dr. Arne Schmeisky | Ansprechpartner für Haldenabdeckungen
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